Kooperation mit Max-Born-Berufskolleg

Kooperationsvertrag mit dem Max-Born-Berufskolleg

UmSchülerinnen und Schüler in ihrer schulischen und beruflichen Orientierung zu unterstützen und ihr Interesse für die MINT-Fächer zu fördern, wurde am 7.Februar 2020 eine Kooperation mit dem Max-Born-Berufskolleg beschlossen. Die OBRS war vertreten durch die Schulleitung und die Vertreter von KAoA und den MINT-Fächern.  

Aus der Pressemitteilung von Frau Heike Plümer, Pressereferentin des MBBK:

Gemeinsam unterstützen und fördern

Kooperationsvertrag mit der Otto Burrmeister Realschule

zur Förderung in den „MINT“ Fächern

Am Freitag den 7. Februar 2020 wurde in einem feierlichen Rahmen der Kooperationsvertrag zwischen dem Max Born Berufskolleg und der Otto Burrmeister Realschule unterzeichnet. Im Anschluss gab es einen regen Austausch über erste gemeinsame Projektideen.

Ziel der Zusammenarbeit zwischen dem Max Born Berufskolleg und der Otto Burrmeister Realschule ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihrer schulischen und beruflichen Orientierung zu unterstützen, sie für die sogenannten Mint-Fächer zu interessieren und ihnen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Bildungschancen zu bieten.

Um diese Ziele umsetzen zu können, unterstützt das Land NRW die Schulen mit 3 ausgezeichneten Programmen:

„MINT“ ist ein Aktionsplan vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Abkürzung „MINT“ steht für die Unterrichtsfächer Mathematik, Informatik Naturwissenschaften und Technik.

Fundiertes Wissen in diesen Bereichen sind die Voraussetzung und der Schlüssel für viele spannende und zukunftsweisende Berufe. Besonders die zunehmende Digitalisierung, und die damit verbundenen komplexen Entwicklungen in zahlreichen Berufssparten, wären zum Beispiel ohne gute Mathematikkenntnisse nicht möglich.

Die Berufs- und Studienorientierung an den Schulen nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Wichtig ist es, Schülerinnen und Schülern einen möglichst umfassenden Überblick über ihre Berufswahlmöglichkeiten zu geben. Dabei sollen sie die Möglichkeiten erhalten, ihre Stärken für bestimmte Berufe zu erproben, um sie auf Optionen, die vorher nicht Bestandteil ihrer zukünftigen Wunschberufe waren oder sie sich nicht zugetraut haben, aufmerksam zu machen.

Übergreifend stärkt der Aktionsplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Mädchen und Frauen, damit sie ihre MINT-Interessen vertiefen können und sich in diesen Bereichen mehr zutrauen.

Auch durch die Initiative KAoA „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf des Landes Nordrhein-Westfalen“ werden Schülerinnen und Schüler möglichst frühzeitig bei der Beruflichen Orientierung, der Berufswahl, dem Erwerb von beruflichen Praxiserfahrungen und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium unterstützt. Das Programm setzt in der 8. Jahrgangsstufe an allen Schulformen ein. Sie beinhaltet unter anderem eine individuelle Potenzialanalyse, Berufsfelderkundungen sowie Praxisphasen (z.B. Schülerbetriebspraktika) inklusive Vor- und Nachbereitung im Unterricht.

Im Schulversuch Talentschule des Landes NRW -beide Schulen sind Talentschule- geht es darum, Bildung vom sozialen Hintergrund abzukoppeln. Soziale Nachteile im Bildungsbereich sollen überwunden werden. Allen Kindern und Jugendlichen müssen Aufstiegschancen ermöglicht werden. Der Schulversuch soll zeigen, ob die Leistungen und Erfolge von Schülerinnen und Schülern durch besondere unterrichtliche Konzepte, zusätzliche Ressourcen und Unterstützung bei der Schulentwicklung nachweisbar gesteigert werden können.

Hierzu sind lokal vernetzte, modern aufgestellte Schulen gefragt, in der alle am Schulleben Beteiligten Hand in Hand arbeiten und den Schülerinnen und Schülern neue Lernmöglichkeiten eröffnen.

Im Mittelpunkt des Konzepts beider Talentschulen steht der Aufbau zusätzlicher „Fördersäulen“: die Fördersäulen beinhalten mehr praktisches Arbeiten und mehr Lernmöglichkeiten im Rahmen des MINT-Profils, mehr verbindliche individuelle Beratungselemente sowie Elemente der Berufsorientierung.

Beide Schulen haben sich diese Ziele längst zur Aufgabe gemacht und werden sich zukünftig in der Umsetzung gegenseitig austauschen und unterstützen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit werden mathematisch-naturwissenschaftlich interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler gefördert, um das Interesse an den MINT-Fächern zu steigern. Darüber hinaus soll gezielt gemeinsam MINT-Bildung für Mädchen und junge Frauen attraktiv gestaltet werden.

Das bedeutet konkret: in der 9. und 10. Jahrgangsstufe erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, beispielhaft am Unterricht in den Eingangsklassen der technischen Bildungsgänge mit Abschluss Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife (wie z.B. dem Bildungsgang Ingenieurwissenschaften im Beruflichen Gymnasium) des Max Born Berufskollegs teilzunehmen. Während eines Praktikums können die Lernenden Einblicke in die Labore und Werkstätten erhalten und Kontakte zu Berufsschülern knüpfen.

Für besonders motivierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 werden Möglichkeiten angeboten, laufende technische Projekte des Max Born Berufskollegs kennenzulernen, die z.B. im 3DDruckzentrum, in der Drohnen-AG oder in der Elektronik AG stattfinden.

Über die allgemeinen Angebote hinaus (z.B.: der Tag der offenen Tür oder Tag der Beratung) wird den Schülerinnen und Schülern der Otto Burrmeister Realschule bedarfsgerechte und betreute Gruppenbesuchsprogramme mit experimentellem Anteil ermöglicht.

Neben den Schulleitungen, Frau Simone Holl (Max Born Berufskolleg) und Herr Lars Trzecinski (Otto Burrmeister Realschule) waren auch für den Kreis Recklinghausen

Herr Dr. Richard Schröder (Fachbereichsleiter, Fachbereich Gesundheit, Bildung und Erziehung) und von der Stadtverwaltung Herr Klaus Herrmann von der Abteilung Schule anwesend.

Sechzig Schüler von der Otto Burrmeister Realschule haben zu den Berufskollegs in der Region gewechselt. Daher ist eine Vernetzung der Schulen besonders wichtig, um auch im Rahmen der MintFörderung und der Programme Talentschule und KAoA die Schülerinnen und Schüler entsprechend zu beraten und zu fördern. Die jungen Menschen wollen einen Schwerpunkt in ihrer Ausbildung setzen, erreichen aber an einem Berufskolleg darüber hinaus sogar die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife, die ihnen die Tür zu allen Studiengängen öffnet und nicht nur zu dem gesetzten Schwerpunkt, so die Ausführungen von Herrn Dr. Richard Schröder vom Kreis Recklinghausen.

Und Herr Klaus Herrmann von der Stadtverwaltung betonte in seinen Ausführungen: „im Übrigen ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland, dem es am besten gelingt, junge Menschen zu höheren Abschlüssen zu bringen“.

Beide Schulen freuen sich nun im Rahmen ihrer Zusammenarbeit ein attraktives und zukunftsweisendes Angebot für junge Menschen in der Region anbieten zu können.

Für Interessierte folgende Links:

Zu „MINT“: https://www.bmbf.de/index.html und http://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/index.html

zu KAoA: http://www.berufsorientierung-nrw.de/index.htm

Zur Talentschule: http://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/index.html

Von links oben: Meike Strecker (Koordinatorin KAoA, MBBK), Udo Friedrich (Bereichsleitung Maschinenbautechnik, MBBK),
Markus Tesche (Koordinator MINT/ Bereichsleitung Elektrotechnik, MBBK), Carsten Winkler (Koordinator Bautechnik,
MBBK), Martina Wizenty (Koordinatorin MINT, OBRS), Hansjörg Rommel(stellvertretender Schulleiter, OBRS), Jochen
Ruppert (stellvertretender Schulleiter, MBBK), Dr. Richard Schröder (Fachbereichsleiter, Fachbereich Gesundheit, Bildung und
Erziehung Kreis Recklinghausen) Susanne Reimann(Koordinatorin KAoA, OBRS) , Christof Pflips (MINT Fachbereich Technik,
OBRS), Klaus Herrmann (Stadt Recklinghausen Abteilung Schule), Peter Schiwinsky(MINT/Fachbereich Physik, OBRS)

Mehr auf der Seite des Berufskollegs unter https://www.max-born-berufskolleg.de/kooperationsvertrag-mit-der-otto-burrmeister-realschule/…