Schulgeschichte - Homepage der Otto-Burrmeister-Realschule Recklinghausen

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Schulgeschichte

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Es gibt nur eine "OBRS"!


Namensgeber unserer Schule: Otto Burrmeister, Sozialdemokrat, Gewerkschafter und  Mitbegründer der Ruhrfestspiele.

 
 

Kurze Geschichte der Otto- Burrmeister -Realschule


Die Anfänge der Otto-Burrmeister-Realschule reichen zurück in das Jahr 1954 mit der Einrichtung einer einzügigen Realschule in der Friedhofstr. 9.  Dort befanden sich bereits seit 1950 Klassen einer anderen Realschule, die 1950 in der Feldstraße gegründet worden war. Der Schulbetrieb wurde zum damaligen Schuljahreswechsel nach den Osterferien aufgenommen. Die Umstellung auf den Schuljahreswechsel nach den Sommerferien erfolgte nach zwei Kurzschuljahren im Jahre 1967. Bis 1957 wurden beide Schulen vom gleichen Kollegium unterrichtet, dann wurden sie organisatorisch getrennt.
Im Jahre 1959 konnte unsere Schule einen Neubau am Beisinger Weg beziehen. 1965 wurden 552 Schüler in 16 Klassen unterrichtet. Mehrere Klassen umfassten 40 Schüler, so dass die Schule 1966 baulich erweitert werden musste. Dem Trend der Zeit entsprechend gehörte zur Ausstattung auch ein Sprachlabor. Die Realschule am Beisinger Weg war mittlerweile dreizügig geworden.
Nachdem 1969 in der Statistik das Maximum von 737 Schülern erreicht war, sanken die Zahlen in den folgenden Jahren wegen der Gründung einer dritten Realschule in Recklinghausen-Süd, einer weiteren privaten Realschule in der Stadt und anderen Neugründungen im Umland. Dies kam sinkenden Klassenstärken und einer besseren Versorgung mit Fachunterricht zugute.  Die Schule wurde wieder zweizügig.
Von 1979 bis 1995 pflegte unsere Realschule eine Partnerschaft mit der privaten Schule St. Clotilde im nordfanzösischen Douai.

Im Jahre 1988 erhielt die bisher namenlose Schule den Namen des Mitbegründers der Ruhrfestspiele, Otto-Burrmeister.  Im Gegensatz zu vielen anderen Schulen muss sie sich den Namensgeber nicht mit anderen Schulen teilen!  Es gibt nur eine „OBRS“!
Otto-Burrmeister wurde 1899 in Hamburg in sehr einfachen Verhältnissen geboren, erwarb aber mit viel Eigeninitiative Bildung, die ihm erst eine kaufmännische Karriere ermöglichte und nach dem II. Weltkrieg in die Verwaltungsleitung des Deutschen Schauspielhaus in Hamburg führte.  
In den Jahren der Weimarer Republik war er in der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften aktiv und hielt sich vom Nationalsozialismus fern. Die Not der Nachkriegsjahre machte auch vor dem Schauspielhaus nicht Halt, das dringend mehr Kohle für seine Beheizung benötigte. Die Theater dieser Jahre mussten nach den Kriegszerstörungen, Tod von Künstlern bzw. Bühnenfachkräften und den Versorgungsmängeln sehr viel improvisieren. Sie fanden aber auch ein großes Publikum, das nach Terror, Indoktrination und Krieg die neue Freiheit nutzte und Abwechslung vom grauen Alltag suchte.
Otto Burrmeister versuchte den Mangel an Kohle im Katastrophenwinter 1946/47 auf eigene Faust zu beheben und organisierte durch mehrere Fahrten zur Zeche König Ludwig in Suderwich den begehrten Brennstoff. Die Schauspieler revanchierten sich im Sommer 1947 bei den Bergarbeitern mit kostenlosen Theateraufführungen. Aus dieser Idee "Kunst gegen Kohle" entwickelte Otto Burrmeister in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und Kommunalpolitikern in Recklinghausen und Hamburg die Ruhrfestspiele. Er fand in Recklinghausen seine Lebensmitte und wurde dort nach seinem Tod 1966 auch beigesetzt.
Es ist nicht nur die Nähe des ersten Schulgebäudes zum 1965 eröffneten Ruhrfestspielhaus, die den ersten künstlerischen Leiter der Ruhrfestspiele, Otto Burrmeister, als Namensgeber empfahl. Sein persönlicher Lebensweg, sich durch Bildung aus einfachen Verhältnissen hochzuarbeiten und Kultur für Menschen aller Schichten zu öffnen, kann auch vielen Schülerinnen und Schülern eine Richtung zeigen, dass es sich lohnt, Mühe in die eigene Ausbildung zu investieren und sich in der Freizeit auch mit Themen zu beschäftigen, die nicht nur durch Massenkonsum, Medien und Geschmack der Altersgenossen bestimmt sind.

Die ersten Jahre unter dem neuen Namen waren nicht leicht, da die Schülerzahl rapide zurückging und in einem Schuljahr nur noch eine Klasse aufgenommen werden konnte. Das lag auch an dem Schuleinzugsgebiet, in dem das Gymnasium als weiterführende Schule bevorzugt wurde. Eine besondere Belastung entstand durch das Fehlverhalten des Schulleiters, der sein Amt nach der Veruntreuung von öffentlichen Mitteln verlor.

Günter Nübel, der seit 1986 als stellvertretender Schulleiter mit dieser Situation konfrontiert war, konnte zusammen mit dem Kollegium die Krise bewältigen und die Leitung der Schule übernehmen. Als die Schließung der Schule im Rahmen der Gründung der Gesamtschule Nord drohte, entstand bei einigen Kommunalpolitikern der Gedanke, den Standort der Schule in das Gebäude der Hauptschule an der Maybachstraße in den Stadtteil Hillerheide zu verlegen.  Nachdem der Rat der Stadt Recklinghausen diese Entscheidung getroffen hatte, folgte nach einer Übergangszeit von zwei Jahren an zwei Standorten im Sommer 1991 der komplette Umzug in die Maybachstraße.

Dieser Umzug war zuerst mit großer räumlicher Enge verbunden, die nur mit Containern für sechs Klassen auf dem Schulhof und auf dem gegenüber liegenden Sportgelände gelöst werden konnte. Für den dauerhaften Betrieb einer dreizügigen Realschule begann 1992 die Errichtung eines Neubautraktes, der sich an den alten Verwaltungstrakt anschloss. Die Anmeldezahlen am neuen Standort schnellten in die Höhe, so dass die Otto – Burrmeister -Realschule sogar eine Niederlassung an der Hauptschule Wasserbank einrichten musste. Daraus ist später die heutige Overberg - Realschule entstanden. Im Jahre 1995 konnte der Neubau eingeweiht werden. 2004 konnte die Otto-Burrmeister-Realschule ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Fest feiern. 2014 verabschiedete sich Herr Nübel von der Otto-Burrmeister-Realschule, die er maßgeblich geprägt hatte.
Lars Trzecinski übernahm die Leitung einer Schule, die nicht nur mit vielen Veränderungen der Schullandschaft konfrontiert ist, sondern auch ein verändertes Umfeld vorfindet. Im Rahmen der Stadtteilerneuerung ist in der Maybacher Heide auf eine ehemaligen Industrie- und Sportgelände ein neues Wohn- und Freizeitgebiet entstanden mit vielen neuen Bewohnern. Die Wohnbevölkerung wird sich durch die geplante Bebauung der ehemaligen Trabrennbahn weiter verändern.
Die Otto – Burrmeister - Realschule versteht sich als Teil der Stadtteilentwicklung von Hillerheide und möchte daran mitwirken.

Jürgen Dreifke

 
 

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