Klassen 8 - Homepage der Otto-Burrmeister-Realschule Recklinghausen

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Klassen 8

Schulleben

Die Klasse 8b hat mit ihrem Klassenlehrer Herrn Stapenhorst im Februar einen Aktionstag zur Alkoholprävention mitgemacht: Kurz vor Karneval ist zum achten Mal die Alkoholpräventionsmaßnahme „KOM(M)A KLAR! – Alkohol sucht Opfer keine Gegner“ gestartet. Die Pressemitteilung der Stadt Recklinghausen  http://www.pressemeldung-nrw.de/recklinghausen-aktion-komma-klar-sensibilisiert-jugendliche-fuer-die-gefahren-uebermaessigen-alkoholkonsums/ und einzelne Berichte der SchülerInnen geben nähere Einblicke:

 
 
 

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Berichte aus den ehemaligen Klassen 8 aus dem Schuljahr 2015/16:

08.07.2016          Fröhliche Ferienwünsche aus den letzten Stunden als Klasse 8b;

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Auf den Spuren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Am 29.6.16 waren Teile der Klassen 8a und 8b während der Projektwoche unterwegs ins westliche Münsterland nach Bocholt. Die Anreise mit verspäteten Zügen und Bussen, die nicht an den angegebenen Haltestellen abfuhren, verlief etwas abenteuerlich, aber mit einer Stunde Verspätung erreichten wir dann doch eine Haltestelle in einem Wohngebiet im Bocholter Norden. Dort erwartete uns Herr Rolf Thuilot, der sich in der Geschichte der Stadt Bocholt gut auskennt und uns auf einer Wanderung zu Spuren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Bocholt führte. Unsere erste Station war der jüdische Friedhof. Die Gräber waren sehr einfach gehalten, weil  Juden keinen Aufwand bei der Gräberpflege treiben. Es gehört aber zu den Bräuchen für Besucher,  einen Kieselstein auf die  Gräber zu legen. Im Kriege waren die zahllosen Toten der kriegsgefangenen sowjetischen Soldaten aus dem Gefangenenlager im Stadtwald ohne Rücksicht auf Traditionen auf dem jüdischen Friedhof begraben worden. Vor der Öffentlichkeit weitgehend verborgen wurden die sowjetischen Toten in den 60er Jahren auf den "russischen" Soldatenfriedhof nebenan verlegt.  Den besuchten wir am Anschluss. Mitten auf dem Gräberfeld steht ein Denkmal mit einem Stern, dem Symbol der früheren Sowjetunion.




Herr Thuilot ärgerte sich über die Bezeichnung "russischer Friedhof", weil in der Sowjetunion viele Völker lebten, die als Soldaten kämpfen mussten. Manche Bocholter sind in den Nachkriegsjahren sehr respektlos mit dem Friedhof umgegangen und haben Steine als Baumaterial genutzt. Auf die Frage nach Besuchern aus der früheren Sowjetunion, erzählte Herr Thuilot von Familienangehörigen, welche die Grabstelle ihres Toten ausgemacht hatten und sich an dem Grabstein mit einer dem Toten angemessenen Zeremonie an ihn erinnerten. Die Grabsteine waren nur mit der Nummer der Gefangenen aus dem Lager beschriftet. Wenige Gräber hatten die Namen der Toten zurückerhalten, weil sich Angehörige darum gekümmert hatten.



Wir gelangten nun in den Bereich des ehemaligen Lagers auf einem Weg durch die Büsche zu einem verborgenen Objekt, das man wohl nicht so öffentlich machen möchte.  Auf einem Obelisk sind noch Spuren eines Hakenkreuzes zu sehen, das man nicht vollständig entfernen konnte. Der Obelisk geht auf die Anfangszeit des Lagers vor dem II. Weltkriege zurück, als dort österreichische Nationalsozialisten untergebracht worden waren. In der Vergangenheit haben sich dort öfter Bocholter Neonazis getroffen.



Herr Thuilot wusste aufgrund seiner Beschäftigung mit dem Thema Nationalsozialismus in Bocholt, dass sich sehr viele angesehene Bürger aktiv an der Nazibewegung in Bocholt und Ausschreitungen gegen jüdische Bewohner beteiligt hatten. Auch nach dem Kriege gab es Verbindungen der rechten Szene zu Bocholt. Wir durchquerten jetzt das ehemalige Lageareal, das heute von der Natur zurückerobert worden  und durch Wanderwege erschlossen ist. Wir versammelten uns an der Gedenkstätte hinter den Hecken und hörten vom Schicksal der Kriegsgefangenen, die hier unter elenden Verhältnissen leben und sterben mussten. Die Lagergebäude wurden in den 80er Jahren von der Bundeswehr abgerissen, damit die Stadt  Bocholt das Gelände als Naherholungsgebiet nutzen konnte. Herr Thuilot berichtete auch über einen der ehemaligen Lagerkommandanten,  der Vater eines bekannten Fernsehmoderators, der versuchte, jüdische Häftlinge  zu schützen, am Schicksal der sowjetischen Gefangenen aber nichts änderte. Über Pfützen und verschlammte Wege erreichten wir die umfangreichen Überreste eines im Wald gelegenen Schießstandes.



Die Sturmabteilungen der Nationalsozialisten und später das Militär hatten dort geübt. Die Schießbahnen zwischen den Wällen standen unter Wasser. Einige von uns überquerten die Tümpel auf Baumstämmen. An den Wänden waren noch Einschusslöcher zu sehen. Herr Thuilot vermutete, dass dort auch viele Erschießungen stattgefunden hatten.



Auf unserer Wanderung auf den Spuren einer düsteren Vergangenheit erreichten wir schließlich das Nordende des Lagers in der Nähe der Bushaltestelle. Hier konnte Herr Dreifke, einige Erinnerungsbilder aus Kindheitstagen beisteuern.  Um 1960 befanden sich Raketen der Luftwaffe auf dem Gelände. Das Lager war nach dem Krieg als staatlicher Besitz von der Bundesrepublik weiter genutzt worden. So haben viele öffentliche Gebäude, z.B. Kasernen, oft auch eine NS-Vergangenheit. Das Lager wurde zu einer Unterkunft für Flüchtlinge und dann ein Standort der Bundeswehr, wo Luftwaffensoldaten an Flugabwehrraketen ausgebildet wurden. Wir bedankten uns bei Herrn Thuilot mit einem kleinen Fotoband aus dem Vest Recklinghausen für seine sehr lebendige Führung. Man merkte, dass er sich persönlich sehr mit dem Thema beschäftigt hatte. Der Stadtbus brachte uns von der abgelegenen Haltestelle in die Stadtmitte, wo es noch eine gute Stunde Freizeit vor Abfahrt des Zuges gab.

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17.06.2016              Gestern waren wir, Berfin,Hülya, Jill, Luisa, Lisa, Leia, Melisa, Jana, Samet, Nilakxan und Necati als Vertreter der Klasse 8b mit unserer Kunstlehrerin Frau Garrelt-Wutschka im RuhrCongress Bochum, um bei einer feierlichen Siegerehrung unseren Landessiegerpreis im Schülerwettbewerb "Begegnung mit Osteuropa" abzuholen.




Herr Trezcinski hat sich schon vorher gefreut, unsere Arbeiten mit Recklinghäuser Motiven im Stil von Andy Warhol als Dekoration zur Begrüßung der 10 osteuropäischen Landessieger-Gruppen beim Regierungspräsidenten in Münster zu entdecken:


       
    


In diesem Jahr beteiligten sich 5.400 Jugendliche von 281 nordrhein-westfälischen Schulen mit 1.873 schriftlichen und künstlerische Beiträgen an diesem Wettbewerb.
Wir möchten auch im nächsten Jahr wieder mitmachen - es hat Spaß gemacht, den Jugendlichen aus den osteuropäischen Ländern zu begegnen- und auch manche anderen Teilnehmer würden wir gerne noch mal treffen!
Die feierlichen Reden dauerten zwar sehr lange, aber die Verpflegung und die Musik der Bochumer Musikschulband Bombatschew waren toll - und dann waren wir richtig stolz, als Nilakxan für uns alle auf dem Podium mit der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes, Frau Kampmann fotografiert wurde und für uns alle die Urkunden annahm!



siehe auch: http://www.schuelerwettbewerb.eu/unserWettbewerb/nachrichten/LSE-Bochum-2016/index.php


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Die Achtklässler haben sich im Februar 2016 bei der Aktionswoche „KOM(M)A KLAR! – Alkohol sucht Opfer, keine Gegner“ an 8 Stationen mit dem Thema "Alkohol und seine Folgen" beschäftigt. Diese Aktion ist ein Baustein im Bereich Alkoholprävention, der Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Alltagsdroge sensibilisieren soll und von den Eltern weiter unterstützt werden muss.


Am Donnerstag, den 28.1.16 und am Montag, den 1.2.2016 absolvierten die Klasse 8B von Herrn Dreifke und die 8A von Herrn Hammer die 8 Stationen, die sich mit dem Thema „Alkohol und seine Folgen“ beschäftigten.

Die Aktion „KOM(M)A KLAR!“ ist ein Baustein im Bereich Alkoholprävention, der Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Alltagsdroge sensibilisieren soll. Das ersetzt aber nicht die Auseinandersetzung mit dem Thema im Elternhaus.
Mithilfe der Rauschbrille wurde den Jugendlichen beispielsweise verdeutlicht, wie stark die Motorik durch Alkohol beeinflusst werden kann.   






Sie erfuhren auch, was zu tun ist, wenn der Freund oder die Freundin nach zu viel Alkoholkonsum kollabiert und übten praktisch die stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Aber auch die Tatsache, dass der Konsum von Alkohol zum Tod führen kann, war ein Thema.
Frau Heinig und die weiteren vielen Mitarbeiter/innen der Stadt Recklinghausen empfingen uns sehr freundlich in der Auguststraße und die Rückmeldungen unserer Schüler/innen waren ganz klar: Jede(r) erfuhr und erlebte Dinge rund um das Thema Alkohol, die persönlich wichtig waren und positiv beurteilt wurden.
Deshalb an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Frau Heinig und Ihr Team, in dem sich auch ein ehemaliger Schüler der OBRS befand (Liebe Grüße an Torsten K.!) bzw. die Stadt Recklinghausen, die unseren Schülern dies ermöglichte.

Herr Dreifke und Herr Hammer / betreuende Klassenlehrer der 8B und 8A


Quellenhinweise: https://www.bing.com/images/search?q=stabile+Seitenlage&id=A4651412D8FB6411BD2B19A36605F84918C1EC97&FORM=IQFRBA
http://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Familie_Bildung/_details.asp?form=detail&db=513&id=19401
https://www.bing.com/images/search?q=rauschbrille&qs=n&form=QBIR&pq=rauschbrille&sc=8-12&sp=-1&sk

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